
vom 30.11.2011
Zu unserem Auftrag Neubau einer Werkstatthalle und eines Betriebsgebäudes in Nürnberg
Die Werkstatt ist fertig, die Züge fehlen
Neue Halle der Bahn feierlich ihrer Bestimmung übergeben
Nürnberg - Großer Bahnhof in Gostenhof: Nach achtjähriger Planungszeit und zweijähriger Bauphase wurde der erste Teil des neuen DB-Regio-Werkes eingeweiht. Die Bahn lobte sich für die zügige Fertigstellung der Werkstatthalle, allerdings fehlt noch immer ein großer Teil der neuen S-Bahnen des Typs "Talent2", die dort instandgehalten werden sollen.
Eigentlich sollten die Sektkorken in der neuen Werkstatthalle schon am 11. November knallen. Doch wie das bei der Bahn so ist, verspätete sich die Beendigung um drei Wochen. Nun ist die 12000 Quadratmeter große Werkstatthalle fertig.
In Höhe der Austraße, auf dem ehemaligen Containerbahnhofgelände, werden in Zukunft die im Großraum Nürnberg verkehrenden Regional- und S-Bahn-Züge instandgehalten. Damit werden 200 Arbeitsplätze direkt und 750 indirekt gesichert.
Nur die S-Bahnen lassen auf sich warten
Die Werkstatthalle ist der erste Teil des Projektes Regio-Werkstatt. In dieser rollen die Züge auf acht hochgebockten Gleisanlagen. So können die Mitarbeiter gut an die zu reparierenden Bereiche herankommen. Außerdem sind in dem Gebäude Betriebs- und Sozialräume untergebracht.
Der zweite Bauabschnitt wird im nächsten Jahr in Angriff genommen, dann entstehen eine Waschanlage zur Reinigung der Unterseiten und zur Entfernung von Graffiti, eine Außen- und Innenwaschanlage mit sechs Gleisen sowie eine weitere Halle zur Radaufbereitung. 66 Millionen Euro (22 Millionen kamen vom Land) investierte die Bahntochter DB-Regio in das Gesamtprojekt, rund 46 Millionen Euro flossen in die Werkstatthalle, rund 20 Millionen Euro sollen den zweiten Bauabschnitt abdecken.
Etwas verhagelt wurde den Feiernden die Stimmung davon, dass die „Talent 2“-Züge für die S-Bahn noch auf sich warten lassen. Der Hersteller Bombardier hatte nicht rechtzeitig geliefert, lediglich zwei Züge verkehren derzeit testweise in Nürnberg. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember werden die zwei Züge dann in den normalen Betrieb eingegliedert. Die übrigen 40 Züge sollen bis zum Frühjahr in Nürnberg eintreffen.
Der Bau der DB-Regio-Werkstatt hatte in Gostenhof vor allem während der Planungsphase für Unruhe gesorgt. Die Anwohner fühlten sich von der Bahn übergangen und nicht ernstgenommen. Vor allem, als es um das Thema Lärm ging, mussten sich die Fronten erst verhärten, bevor die Bahn zu Gesprächen bereit war.
Inzwischen sei die Lage jedoch befriedet, sagte Hilmar Laug, Geschäftsleiter der Produktion, auf Anfrage der Nürnberger Zeitung. Es habe während der Bauzeit seit dem Juli 2010 keinerlei Anwohnerbeschwerden gegeben. Derzeit setze sich die Bahn mit den Hausbesitzern in der Austraße und in einigen Nebenstraßen auseinander, denn das Unternehmen hatte zugesichert, für passiven Lärmschutz zu sorgen.
Dieser sieht vor, dass in nahegelegenen Wohnungen die Fenster durch Schallschutzfenster ausgetauscht werden. Dieser Austausch soll beendet sein, bevor die noch zu bauende Waschhalle in Betrieb genommen wird. Denn gerade durch diese wird viel Lärm entstehen.
Anwohner klagten sehr wohl über Baulärm
Auf Seiten der Anwohner ist man noch skeptisch und weit weniger euphorisch, was die Bauarbeiten angeht: „Wir sind froh, dass es erst mal vorbei ist“, sagt Heinz Claude Aemmer. Er wohnt in der Austraße und hatte sich intensiv in die Aktionen für mehr Lärmschutz eingebracht. „Der Lärm während der Bauzeit war schon hoch.“
Entgegen der Aussage der Bahn habe es durchaus Beschwerden von Anwohnern gegeben. Auch habe ein extra aufgestellter Vibrationsmesser die Erschütterungen durch Rüttelmaschinen gemessen. Nachdem dieser angeschlagen hatte, habe die Bahn auch reagiert, sagt Aemmer. Allerdings habe er in seinem Haus Risse festgestellt, die noch untersucht würden.Die Anwohner warten nun ab, wie laut die Anlage tatsächlich sein wird, sobald der Betrieb läuft, sagt Aemmer. Bahnchef Rüdiger Grube habe ihnen zugesichert: Sollte der Lärm aus der Waschanlage doch größer sein als erwartet, werde die Bahn noch Lärmschutzanlagen schaffen. Unfreiwillig passt dazu der Schlusssatz der gestrigen Präsentation: „Was der Kunde wünscht, bestimmt unser Handeln.“
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vom 05.05.2011
Zu unserem Auftrag Neubau Realschule Langenzenn
Grundstein für neue Realschule
In Langenzenn wird derzeit an dem Zehn-Millionen-Euro-Projekt gebaut
LANGENZENN - Gehämmert, gegossen und gesägt wird für das neue Realschulgebäude in Langenzenn schon seit geraumer Zeit. Doch jetzt erst legte Landrat Matthias Dießl zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden der Landtags-CSU, Georg Schmid, und Architekt Armin Eckert den Grundstein.
Blick in die Baugrube: Von den Fenstern der Mittelschule Langenzenn kann man das Entstehen des neuen Realschulgebäudes bestens beobachten. Jetzt wurde der Grundstein für das neue Schulhaus gelegt.
Über zehn Millionen Euro wird das Schulhaus am Klaushofer Weg kosten. „Wir bauen hier für die Zukunft“, erklärte Dießl auf der Baustelle unmittelbar neben der Mittelschule.

Knapp 200 Schüler, viele Politiker, aber auch Lehrer und Vertreter des Elternbeirates freuen sich heute schon auf die Zukunft. Sie stiegen hinab in die riesige Baugrube. Hoch über den Gästen wehte die Landkreisflagge am Ausleger des monströsen Baukrans.
Mit dem Projekt will der Landkreis Fürth die wohnortnahe Schulversorgung auf Jahre hinaus sichern und beschreitet außerdem neue Wege in der Schulbildung. Dies dokumentiert der Inhalt der Kupferkassette, die ins Fundament einbetoniert wurde: Darin finden sich neben einem aktuellen Exemplar der Fürther Nachrichten und Euromünzen auch eine Kopie des Kooperationsvertrages zwischen Real- und Mittelschule sowie jeweils ein Jahresbericht der Schulen.
Geht es nach dem Willen der Planer, soll das Realschulgebäude rechtzeitig zum Schuljahresbeginn 2012/2013 fertig sein und das derzeitige räumliche Provisorium beenden.
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vom 19.04.2011
Zu unserem Auftrag Neubau Gewerbehof Fürth BA2
Noch mehr Raum für junge Unternehmer
Das Gründerzentrum Complex erhält bis Mai nächsten Jahres einen Erweiterungsbau
FÜRTH - Die Fürther Wirtschaft erhält eine weitere Vitaminspritze: In der Südstadt beginnen die Arbeiten für den Erweiterungsbau des Gründerzentrums Complex. Möglich wurde das erst dank der üppigen Förderung aus dem Strukturprogramm zur Überwindung der Quelle-Krise.
So bitter es klingt, sagt Fürths Wirtschaftsreferent Horst Müller, aber das lang ersehnte neue Gebäude im Gewerbehof Complex könnte wohl nicht entstehen, wenn nicht erst der Versandhändler Quelle pleitegegangen wäre. 2,8 Millionen Euro steuert der Freistaat zu den Baukosten bei. Das Geld stammt aus dem Strukturprogramm, das die bayerische Regierung unter dem Eindruck der Quelle-Insolvenz für die Städte Fürth und Nürnberg aufgelegt hatte (wir berichteten).
Auf diese Chance musste die Stadt lange warten. „Es hat viele Anläufe gebraucht, bis wir endlich planen konnten“, sagt Hans Partheimüller. Der Chef des Energieversorgers infra Fürth ist zugleich Geschäftsführer der städtischen Tochter Complex. Die Erweiterung sei überfällig, denn der erste Complex-Bau, der 2001 auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Schwabacher Straße fertiggestellt wurde, ist bereits seit Jahren voll belegt.

Anfang Mai geht’s los
Etliche Existenzgründer und junge Unternehmen haben hier ein Domizil gefunden. Sie profitieren davon, den Service und die Infrastruktur des Gebäudes gemeinsam nutzen zu können. Dazu zählen beispielsweise Sozialräume und Teeküchen. Außerdem hält das vorhandene Tagungszentrum mehrere Sitzungsräume bereit, die als Besprechungszimmer gemietet werden können. „Kleine Firmen sparen dadurch nicht nur Kosten, sondern auch einen enormen Organisations- und Zeitaufwand“, schwärmt Partheimüller.
Etwa 31 Firmen mit 250 Mitarbeitern haben hier ein Zuhause gefunden. Eine ähnliche Erfolgsgeschichte erhofft sich die Kommune nun vom Erweiterungsbau Complex II. Nach dem symbolischen Spatenstich Ende vergangener Woche werden am 2. Mai die Bagger anrollen. Ein Jahr später sollen die Arbeiten an dem Gebäude, das sich parallel zum Main-Donau-Kanal erstreckt, abgeschlossen sein.
4000 Quadratmeter Bürofläche stehen dann zur Verfügung, sagt die Objektmanagerin Michaela Taubmann. Ein Viertel davon sei bereits vermietet.
Johannes Alles

vom 16.01.2010
Zu unserem Auftrag
Neubau einer Werkstatthalle und eines
Betriebsgebäudes in Nürnberg
Trotz Streit wegen des Lärms:
Spatenstich für neues Bahnwerk im Sommer
Am Standort des bisherigen Containerbahnhofs in der Austraße im Stadtteil Gostenhof ist Ruhe eingekehrt – vorläufig. Kommende Woche schon starten die Vorarbeiten für den Neubau der Lokwerkstatt der Deutschen Bahn (DB) AG.
Damit der erste Bauabschnitt des neuen Werks auch wirklich im Dezember 2011 verfügbar ist, muss die Bahn richtig «Dampf machen»: Der Abriss des alten Sandsteingebäudes – der traurige Rest der einstigen «Centralwerkstätte der Königlich Bayerischen Staatsbahn» – ist das erste sichtbare Zeichen für die Neunutzung des Areals. Diese Woche wurden bereits die Fahrleitungen an den Krangleisen entfernt, die großen Containerumschlagkräne sollen rasch folgen. Zur Jahresmitte ist die offizielle Spatenstichfeier und gleich darauf der echte Baubeginn geplant, erläuterten Projektleiter Gerhard Lutz und sein Chef Hilmar Laug, Geschäftsleiter von DB Regio Mittelfranken, am Freitag.
Den Zeitdruck begründete Laug damit, dass im Dezember 2011 die große Rechteckhalle – 180 Meter lang, 13 bis 15 Meter hoch – für die neuen S-Bahn-Züge verfügbar sein muss. Die Elektrotriebwagen ET 442 gingen zwar schon im Dezember 2010 an den Start, müssten aber bis dahin provisorisch in der Ostwerkstatt an der Ecke Dürrenhof-/Regensburger Straße gewartet werden. Für viel Geld habe die DB dort die nötige Übergangslösung vorbereitet, um den Generationswechsel bei der S-Bahn zu garantieren. Das Provisorium habe nach Fertigstellung der neuen Werkstatt an der Austraße ebenso ausgedient, wie der Rest des alten Betriebswerks Gostenhof an der Jansenbrücke.
Diese Veränderungen stifteten doppelten Nutzen: Außer ihr selbst profitieren nach Einschätzung der Bahn vor allem die Anwohner der Austraße. Deren Proteste und die Aktivitäten ihrer Initiative gegen den Schienenlärm (siehe Artikel links) kann Laug absolut nicht nachvollziehen: «Für die dort lebenden Menschen wird es deutlich ruhiger als bisher», versicherte Laug. Der Regiochef präsentierte dazu Schallpegelmessungen, die ein Ingenieurbüro im Auftrag der Planungsfirma Quadra noch am Containerbahnhof durchgeführt hatte. Verglichen mit diesen Werten würden die künftigen Lärmpegel deutlich niedriger liegen. Dies schon deshalb, weil die neuen Triebwagen mit Elektro- und Dieselantrieb neuesten Bauvorschriften und Umweltstandards genügten, bei Zugbewegungen keine Warnsignale mehr nötig seien und auch bei Wartungsarbeiten die Warnsignalhörner nicht mehr getestet werden müssten. Die renommierte Nürnberger Planungsfirma Quadra – sie ist Rechtsnachfolgerin von Emch&Berger – habe außerdem weitere Schallschutz-Ideen realisiert.
Der künftige Fuhrpark sei nicht nur qualitativ besser, sondern auch zahlenmäßig kleiner: Statt 227 würden künftig nur 190 Triebfahrzeuge in Gostenhof gewartet, davon nur noch 45 statt heute 82 mit Dieselmotoren. Altbaufahrzeuge hätten in Nürnberg dann ausgedient. So werde etwa der 20 Jahre alte Pendolino seine neue Heimatdienststelle in Hof haben. Die Zahl der Mitarbeiter steige künftig von 150 auf 200, teilte Laug mit.
Rolf Syrigos

vom 08.05.2009
Zu unserem Auftrag
Neubau eines Audi- Terminals für die Feser-Graf-Gruppe
Spatenstich für Audi-Terminal
Reichlich Zuversicht gestern an der Kupferschmiedstraße
ROTH - Erster Spatenstich für ein 4,5 Millonen-Euro-Projekt im Rother Gewerbegebiet. Die Kooperation zwischen den Autohäusern Feser-Graf und Joachim soll sich ab Oktober in einem neuen Audi-Terminal widerspiegeln.
«Autos werden immer gekauft. Fragt sich nur wo«. Uwe Feser ließ beim ersten Spatenstich für das neue Audi-Terminal an der Kupferschmiedstraße schon mal durchblicken, dass die Autohäuser Feser und Joachim dank ihrer Kooperation gut für den Kunden beziehungsweise für die Zukunft gerüstet sein werden. In schwierigen Zeiten seien Investitionen doppelt wichtig, beschied der geschäftsführende Gesellschafter von Feser-Joachim seinen zahlreichen Zuhörern.
Relativ groß war gestern auch das Medieninteresse. Was als Indiz dafür gewertet werden darf, dass Bauvorhaben auf dem Autosektor in einer Größenordnung von 4,5 Millionen Euro derzeit nicht gerade zu den Alltäglichkeiten zählen. Zudem trägt das Audi-Konzept den Stempel des Neuen. Das Terminal in Roth mit Schauraum (750 Quadratmeter) und Kundenzone (470 Quadratmeter) sowie einer zweigeschoßigen Lagerfläche wird das dritte seiner Art in Süddeutschland sein.
Stellvertretender Landrat Walter Schnell erwartet von der durch große Glasflächen aufgelockerten Architektur des Terminals eine gewisse Leuchtturmfunktion für den Bereich an der Äußeren Allersberger Straße. Roths Bürgermeister Richard Erdmann («Wer, wie Feser-Joachim gut ist, bleibt auch in der Krise gut«) wiederum erhofft sich von der hohen Investitionssumme eine Belebung des Wirtschaftsstandortes. Lob heimsten Stadt und Landkreis für die unbürokratische Zusammenarbeit mit dem Bauherren ein. Uwe Feser: «Besser hätte es gar nicht klappen können«.
Die Eröffnung des Terminals, das 45 Mitarbeiter beschäftigen wird, ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Zu einem Zeitpunkt also, in dem auch die Rothmühl-Passagen im Zentrum der Stadt ihre Pforten öffnen.
Optimismus wurde gestern großgeschrieben an der Kupferschmiedstraße. Uwe Feser beispielsweise sprach von einem Schritt in die richtige Richtung und bezeichnete die Kooperation als einen weiteren Meilenstein für die Unternehmensgruppe Feser-Graf, die bislang schon an acht Standorten mit insgesamt 16 Autohäusern vertreten ist. Über 1000 Mitarbeiter (davon etwa 200 Auszubildende) hätten 2008 einen Umsatz von 545 Millionen Euro erzielt. Die Fusion mit dem Autohaus Joachim, das an seinem Standort Fuggerstraße weiterhin eigenständig die Marke VW (Pkw und Nutzfahrzeuge) führt, sei notwendig gewesen, um die führende Position im Wirtschaftsraum Nürnberg weiter auszubauen.
Thomas Günther, Regionalleiter der Audi AG, nannte einen weiteren Grund, um in neue Autohäuser zu investieren. Der Ingolstädter Autobauer will bis 2015 nicht weniger als 40 neue Modelle präsentieren. Die Situation auf dem Automarkt sei derzeit zweispältig. Den deutschen Markt bewertete Günther als «positiv«, der Weltmarkt dagegen sei «nicht einschätzbar«. Bei Audi hätte die Wirtschaftskrise zwar ebenfalls Spuren hinterlassen, doch sei nach 13 Rekordjahren in Folge (mit der Produktion von über einer Million Fahrzeugen als Höhepunkt) die zu erwartende Bilanz von 900000 Autos ein durchaus positives Ergebnis.
Günther versicherte, dass Audi bei seinen Geschäftsverbindungen weiter dem «gesunden Mittelstand« vertrauen schenke. Im aktuellen Fall setzt der Autobauer auf zwei Traditionshäuser. Das Schwabacher Unternehmen, das in dritter Generation den Namen Feser führt, kann auf eine 80-jährige Firmengeschichte zurückblicken, das VW-Haus Joachim ist seit über 40 Jahren in der Kreisstadt präsent. Die Seniorchefs Udo Feser und Dieter Joachim griffen wohl besonders gerne zum Spaten, um in Roth eine neue Ära einzuläuten.
HANS PÜHN
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vom 04.07.2008
Zu unserem Auftrag Neubau der
Hauptschule Otto-Seeling-Promenade
Stadt verbaut neun Millionen für Maischule
Spatenstich in der Otto-Seeling-Promenade -
Nur regenerative Energie im Einsatz
Nach langen Jahren des Wartens erhält die Hauptschule Maistraße ein neues Gebäude. Gestern fiel der Startschuss für das 9,1 Millionen Euro teure Projekt, das komplett auf regenerative Energien setzt.
FÜRTH - Die Jungs und Mädels der 5 a ließen kein gutes Haar an ihrem alten Schulhaus. Kurz vor dem Spatenstich gaben sie – begleitet von einer Gitarre – ein Lied zum Besten, das an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig ließ. «Dieses Haus ist halb zerfallen und es knarrt und stöhnt und weint, dieses Haus ist noch viel schlimmer als es scheint», lautete eine der Strophen.
Oberbürgermeister Thomas Jung nahm es den Jugendlichen nicht übel, zeigte sogar Verständnis: «Ihr habt wirklich lange auf den Neubau warten müssen», sagte er. Der beste Trost: Nach Jungs Worten bekommt die Hauptschule Maistraße das «schönste und modernste Schulhaus» der Stadt.
Jung betonte besonders, dass das neun Millionen Euro teure Gebäude in einer Zeit entsteht, in der andere Städte und Gemeinden Hauptschulen schließen. Da die Kleeblattstadt aber weiter wachse, führe kein Weg an dem Neubau vorbei. «Es gibt Raumbedarf ohne Ende», so Jung
Auch Schulreferent und Bürgermeister Markus Braun betonte die Notwendigkeit des Baus, der ihm zufolge das gesamte Schulzentrum Tannenstraße mit Helene-Lange-Gymnasium, Ullstein-Realschule sowie der Grund- und Hauptschule Maistraße entlasten wird.
Dass die Hauptschule ab September dieses Jahres einen Ganztagszug erhalten wird, sei in der Planung des Neubaus natürlich berücksichtigt worden. Vorgesehen sind nicht nur diverse Fachräume, sondern auch eine Mensa, in der die Schüler das von außerhalb angelieferte Mittagessen zu sich nehmen können.
Technische Besonderheit: Das Schulhaus, das in der Otto-Seeling-Promenade entsteht, wird das erste öffentliche Gebäude Fürths sein, das komplett über regenerative Energien versorgt wird. Die Wärme kommt aus dreißig 83 Meter tiefen Löchern, den Strom, der insbesondere für die Pumpe benötigt wird, die die Erdwärme an die Oberfläche fördert, liefert eine allein 300 000 Euro teure Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Kritik an Pumpe
Dennoch fand Grünen Kreis-Chef Harald Riedel beim gestrigen Spatenstich ein Haar in der Suppe. Dass die Schule CO2-neutral betrieben werde, sei natürlich bestens. Allerdings halte er es für Verschwendung, Strom aus Sonnenenergie für eine Erdwärmepumpe einzusetzen. «So kommen wir niemals weg von Kohle und Atomkraft», klagte er. Stattdessen sollte man den Sonnenstrom lieber ins Netz einspeisen und die Pumpe mit Gas betreiben.
Die Kritik brachte wiederum Baureferent Joachim Krauße auf die Palme. «Es gibt kein Konzept ohne Nachteil», stellte dieser klar und wies darauf hin, dass auch Gas immer teurer wird und irgendwann ganz zur Neige gehen wird. Für die Zukunft könne man gewiss auch über diese Variante nachdenken, aber «irgendwann müssen wir auch mal bauen und nicht immer neue Konzepte diskutieren».
Zumindest den Schülern dürften diese Feinheiten der Technik egal gewesen sein. Sie fiebern der Fertigstellung im Sommer 2010 entgegen. «Ihr seid doch Fünftklässler», vergewisserte sich Thomas Jung zum Abschluss und gab den Kindern mit auf den Weg: «Na, dann werdet ihr auch noch was von dem Gebäude haben.»
Johannes Alles
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vom 20.02.2008
Zu unserem Auftrag Neubau der
Hauptschule Otto-Seeling-Promenade
Die Maischule saugt ihre Wärme aus der Erde
Erstmals wird ein städtisches Gebäude komplett mit regenerativer Energie beheizt - Ölpreis ist künftig egal
FÜRTH - Bohrer statt Spaten: Der Neubau der Maischule begann gestern nicht mit dem berühmten Spatenstich, sondern mit einer Probebohrung auf dem künftigen Schulgelände in der Otto-Seeling-Promenade. Denn erstmals wird ein Gebäude der Stadt Fürth komplett mit Erdwärme geheizt. Bevor also mit dem Bau begonnen wird, müssen für die Energiezufuhr 30 Löcher bis zu 100 Meter in die Tiefe getrieben werden.
Schon die Energieversorgung der künftigen Maischule ist bemerkenswert, richtig erstaunlich allerdings ist das Projekt an sich. «Es ist eine Seltenheit in Bayern, dass noch neue Hauptschulgebäude entstehen», sagt Oberbürgermeister Thomas Jung. Doch am 9,1 Millionen Euro teuren Neubau führt kein Weg vorbei, da die Maischule aus allen Nähten platzt und unter allen Fürther Schulen bei Bausubstanz und Ausstattung die größten Defizite aufweist. Defizite, unter denen in erster Linie Schüler leiden.
«Dieses Haus ist halb zerfallen/und es knarrt und stöhnt und weint/dieses Haus ist noch viel schlimmer, als es scheint» sangen denn auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 a unter Leitung ihres Musiklehrers Roland Schweiger vor der Probebohrung. «Die Wände sind kaputt, alles ist dunkel, die Klassenzimmer sind zu klein, und im Pavillon haben wir nicht mal eine eigene Toilette.» So beschreiben die Fünftklässler Dragan Dukic und Justine Sen den Zustand ihrer Schule. Entsprechend groß ist ihre Vorfreude, werden sie doch bald «die schönste Schule am Platz» haben, wie der OB versprach.
Ausgefeilte Technik
Bis es so weit ist, werden allerdings noch viele Monate ins Land gehen. Allein die Bohrungen für die Erdwärme-Versorgung nehmen rund sechs Wochen in Anspruch, da für jedes der 100 Meter tiefen Löcher in etwa ein Arbeitstag eingeplant werden muss. Diese Löcher sind die Voraussetzung für eine Heizanlage, die den Verzicht auf fossile Energieträger wie Erdöl oder Erdgas erlaubt. Über die darin verlegten Leitungen wird das etwa acht Grad warme Grundwasser nach oben zum Wärmeaustauscher der Heizungsanlage transportiert. «Die acht Grad reichen aus, um das flüssige Kühlmittel der Anlage zu verdampfen», erläutert Fürths Baureferent Joachim Krauße. Der Dampf wird in einem Kompressor verdichtet und dadurch so sehr erhitzt, dass er in einem weiteren Wärmetauscher das Wasser auf 40 Grad aufheizt. Damit kann die Schule über eine Fußbodenheizung komplett mit Wärme versorgt werden.
Der Kompressor wiederum erhält seinen Strom über eine Solaranlage, die auf dem Dach der neuen Maischule installiert wird. In Verbindung mit einer umfassenden Gebäudeisolierung reicht ein Viertel des normalen Energiebedarfs, um die Schulräume zu heizen. Und da diese Energie durch die Solaranlage gedeckt wird, kann das gesamte Schulgebäude als CO2- neutral, also überaus umweltfreundlich bewertet werden.
Ein weiterer Vorteil ist laut Krauße die damit verbundene Kosteneinsparung. Zwar verteuert die Heizungsanlage den Bau zunächst, doch schon bei den derzeitigen Energiepreisen macht der Verzicht auf fossile Energieträger die Mehrkosten in nur rund zehn Jahren wieder wett. Zumindest was die Maischule angeht, ist dem Baureferenten die Entwicklung der Ölpreise also vollkommen egal. «Wir sind hier wirklich autark» sagt er; lediglich bei der Stromversorgung müsse man bei schlechtem Wetter auf externe Energieversorger zugreifen.
Viel Grund zur Freude also für die Kinder der Klasse 5 a, geht ihr größter Wunsch nun doch in absehbarer Zeit in Erfüllung. «Ein neues Schulhaus woll’n wir haben/freun uns alle darauf sehr/danken allen, die sich kümmern/Stadt und Land und vielen mehr.»
Heiner Stix
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vom 07.12.2007
Zu unserem Auftrag Neubau Hardenberg Gymnasium
Endlich Platz fürs Hardenberg-Gymnasium
Erweiterungsbau eingeweiht: Unterricht in Containern gehört der Vergangenheit an
Lange hat es gedauert, endlich ist es so weit: Das Hardenberg-Gymnasium hat seinen dringend benötigten Erweiterungsbau. Gestern wurde er offiziell eingeweiht. Die Klassenzimmer sind auch längst belegt, nur in der Mensa bleibt vorerst die Küche kalt.
FÜRTH (ja) - «Die Container sind tot, lang lebe der Neubau.» Schulleiter Hans-Georg Kleinow vergaß bei seiner Ansprache anlässlich der Einweihung des Neubaus nicht an die Zustände zu erinnern, unter denen im Hardenberg-Gymnasium jahrelang unterrichtet werden musste.
Um die Raumnot zu lindern, wurden vor rund 40 Jahren auf dem Pausenhof die so genannten «Pavillons» mit Klassenzimmern errichtet, die allerdings ziemlich schnell marode waren, wie der Vorsitzende des Elternbeirats Michael Söllner ins Gedächtnis rief. Die Toiletten funktionierten häufig nicht, im Winter war es zu kalt, und wenn es regnete, mussten bisweilen Eimer aufgestellt werden.
Statt dieser Container steht nun ein schmucker Neubau im Pausenhof. Er beherbergt die für das achtstufige Gymnasium (G 8) notwendige Infrastruktur wie Mensa und Küche, außerdem einen Multimedia-Raum, ein Lern- und Ruhezentrum sowie im Keller einen Aktivraum mit Kletterwand. Hinzu kommen neun Klassenzimmer und zwei Kursräume. Gekostet hat der Bau rund vier Millionen Euro. Etwas weniger als die Hälfte der Summe steuern Bund und Land bei, den Rest schultert die Stadt.
Augenzwinkernd bedankte sich Michael Söllner gestern «beim Kultusministerium» für die «überstürzte Einführung des G 8». Söllner: «Wir lieben es zwar nicht, aber es hat uns den Neubau gebracht, den wir sonst wohl nicht so locker bekommen hätten.» Bereits zu Beginn des Schuljahres haben die 5. und 6. Klassen die neuen Klassenräume in Beschlag genommen. Küche und Mensa sind zwar seitdem ebenfalls fertig, warten aber immer noch auf eine Nutzung. Bislang fehlte dem Hardenberg ein Caterer.
Der Grund: Die Schule orientierte sich bei einer Bedarfsschätzung für die Mittagsverpflegung an den Zahlen des Schliemann-Gymnasiums. Tatsächlich stellte sich aber im September heraus, dass der Bedarf im Hardenberg mit rund 700 Essen pro Woche um einiges höher liegt. Zu viel für den eigentlich vorgesehenen Caterer: Er sprang ab. Doch das Problem soll bald behoben sein. Laut Söllner ist ein Unternehmen gefunden worden, das ab Mitte Januar die Mittagsverpflegung übernimmt.
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vom 24.10.2006
Zu unserem Auftrag Neubau Hardenberg Gymnasium
Hardenbergler warten schon ungeduldig auf ihren Neubau
Gestern wurde Richtfest für die 4,1 Millionen Euro teure Erweiterung des Gymnasiums in der Fürther Südstadt gefeiert
FÜRTH (mk) — Nach Abschluss einer sechsmonatigen Rohbauphase beginnen am Erweiterungsbau des Hardenberg-Gymnasiums (HGF) schon bald die Arbeiten im Inneren und an der Fassade. Gestern wurde das Richtfest gefeiert.
Obwohl die Arbeiten zügig vorangehen, warten Schüler, Lehrer und Direktor Hans-Peter Kleinow schon ungeduldig auf die Fertigstellung des rechteckigen Neubaus im Sommer 07. Das 4,1 Millionen Euro teure Gebäude enthält die gesamte Infrastruktur, die das HGF zur Umsetzung des neuen achtstufigen Gymnasiums (G 8) benötigt. Dazu gehören ein Speisesaal, eine Großküche sowie mehrere Aufenthaltsräume für Schüler. Eine neue Bibliothek und ein Multimediaraum ergänzen das Lernangebot.
Derzeit besuchen 1136 Mädchen und Jungen das Gymnasium in der Kaiserstraße - eine Anzahl, mit der die Schule ohnehin hoffnungslos überbelegt ist. Neun zusätzliche Klassenzimmer sollen die Raumnot lindern. Aktuellen Prognosen zufolge könnte aber bald der nächste Engpass drohen: In zwei bis drei Jahren erwartet Schulleiter Kleinow einen deutlichen Schülerzuwachs. Dann nämlich erreichen die Kinder aus den Neubaugebieten in der Südstadt das Alter, in dem sie ans Gymnasium wechseln können.
Die jetzige Erweiterung könnte indes billiger werden als erwartet: Angelika Promberger, zuständig für Fürths Gebäudewirtschaft, hat ausgerechnet, dass bis Oktober 2,8 Prozent weniger Kosten angefallen sind
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vom 12.05.2006
Zu unserem Auftrag Neubau Bauhof Oberasbach
Oberasbacher Bauhof kommt
Alle Parteien sprechen sich für einen baldigen Neubau aus
OBERASBACH — Die Stadt Oberasbach treibt die Planungen für den neuen Bauhof voran. Alle Parteien im Stadtrat signalisierten ihre Zustimmung für das mehr als drei Millionen Euro teure Projekt.
Grundlage für die Entscheidung ist ein seit März vorliegendes Gutachten, das die Firma „2-Plus-Consult“ erstellt hat, und das den Neubau als „sinnvoll und notwendig“ bewertet. „Jetzt steht uns nichts mehr im Wege“, sagte CSU-Fraktionssprecher Jens Urban vor den Augen zahlreicher Bauhofmitarbeiter, die der Sitzung beiwohnten. Zweite Bürgermeisterin Heidi Chille freute sich über das positive Gutachten. „Wir sollten jetzt hart daran arbeiten, dass der Bauhof so schnell wie möglich entsteht“, sagte sie.
„Höchste Eisenbahn“
Auch Franz Forman von den Freien Wählern sagte, es sei „höchste Eisenbahn“ und beklagte die schlechten Zustände für die Mitarbeiter im alten Bauhof. Grünen-Stadtrat Norbert Schikora zeigte sich ebenfalls erfreut darüber, „dass das Gutachten unserem Bauhof bestätigt, produktiv und effektiv zu arbeiten“. Die Unsicherheiten für das Personal seien mit dieser Entscheidung vorbei. „Wir werden diesen Bauhof bauen“, bekräftigte Schikora. Der Bauantrag soll bereits im Herbst gestellt werden. Angestrebter Baubeginn an der Roßtaler Straße ist das Frühjahr 2007.
Aufträge vergeben
Zwei Aufträge hat die Stadt bereits vergeben: Für die Planungen zum technischen Ausbau für die Bereiche Elektro, Heizung, Sanitär und Lüftung zeichnet das Ingenieur-Büro Stahl aus Oberasbach verantwortlich. Die Tragwerksplanung erledigt das ebenfalls in Oberasbach ansässige Ingenieurbüro Ohr.
JOHANNES ALLES
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vom 25.04.2006
Zu unserem Auftrag Neubau Hardenberg Gymnasium Fürth
Die Zukunft im Blick
FÜRTH - Der starke Zuzug junger Familien und der Babyboom zwingen die Kommune zum Ausbau ihrer Schulhäuser. Einen Schwerpunkt bildet das neue Siedlungsgebiet in der Südstadt. Gestern wurde der Erweiterungsbau des Hardenberg-Gymnasiums in Angriff genommen.
1160 Schülerinnen und Schüler bevölkern heute die ehemalige Oberrealschule an der Kaiserstraße. Der durch die Einführung des achtstufigen Gymnasiums noch verschärfte Platzmangel zwingt zum Schichtunterricht. Als Ausweichräume dienten vier Jahrzehnte lang Pavillons auf dem Pausenhof, die eigentlich übergangsweise nur vier Jahre lang stehen bleiben sollten.
Nachdem neue Raumzellen in der Frauenstraße aufgestellt und die völlig maroden Pavillons abgerissen worden sind, konnte jetzt mit dem dringend benötigten Erweiterungsbau begonnen werden. Auf drei Etagen bietet der 4,1 Millionen Euro teure Baukörper Platz für Unterrichtsräume, eine Bibliothek und eine Mensa. Im September nächsten Jahres ist die Fertigstellung geplant.
Aufstockung möglich
Sollte sich einmal herausstellen, dass auch der zusätzliche Raumgewinn nicht ausreicht, kann der wie ein Riegel entlang der Frauenstraße auf dem Schulhof platzierte Bau um ein weiteres Geschoss aufgestockt werden. Außerdem bleibt entlang der Kaiserstraße Platz für einen L-förmigen Anbau. Alle Defizite werden durch die Baumaßnahme zwar nicht beseitigt, doch Schulleiter Hans-Georg Kleinow ist glücklich, dass das Projekt endlich ins Rollen gekommen ist.
Eine Lanze für Schulbauinvestitionen brach OB Thomas Jung beim ersten Spatenstich gestern auf dem vom Bagger bereits in eine Sandwüste verwandelten Schulhof. Im Bildungsbereich entscheide sich die Zukunftsfähigkeit der Kommune. Während in vielen anderen deutschen Großstädten Kindergärten mangels Nachfrage geschlossen werden und Schulen verwaisen, entwickeln sich diese Einrichtungen in Fürth entgegen dem Trend.
Der Erweiterungsbau des Hardenberg-Gymnasiums wird unter anderem durch das Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) gefördert. Damit werden vor allem Einrichtungen zur Nachmittagsbetreuung finanziert. Aus diesem Fördertopf fließen auch Zuschüsse für eine am Helene-Lange-Gymnasium geplante Aufstockung. Über dieses Projekt und die geplante Sanierung der Stadelner Grundschule für 3,9 Millionen Euro wird morgen der Bauausschuss beraten.
Am Hardenberg-Gymnasium wurde gerade erst die alte Turnhalle mit großem Aufwand saniert. Handlungsbedarf bestand, weil das marode Dach zu schwer auf den Mauern lastete und die Decke nicht mehr tragfähig war.
Zu den Fürther Großprojekten zählt auch die bereits beschlossene Erweiterung der Fach- und Berufsoberschule an der Dambacher Straße. Allerdings wird das Geld nicht mit beiden Händen in den Schulausbau gesteckt. Zwei überdachte Verbindungsgänge an der John-F.-Kennedy-Grundschule hat der Stadtrat am Monatsbeginn eine Absage erteilt - und dies, obwohl die auf 60 000 Euro geschätzten Mittel durch Einsparungen bei der Sanierung eines der Schulflügel aufgefangen werden könnten.
Da auch andere Fürther Schulen über keine wetterfesten Verbindungsgänge verfügen, wollte der Stadtrat hier keinen Präzedenzfall schaffen. Die an der Kennedyschule eingesparten Mittel können nach Angaben von Baureferent Joachim Krauße allerdings nicht ohne weiteres für andere Schulbauprojekte verwendet werden.
VOLKER DITTMAR
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vom 17.01.2006
Statische Begutachtung von Flachdächern im Landkreis Fürth
Mit dem Ohr ganz nah am Gebälk
Kultusministerium fordert Untersuchung aller größeren Hallen — Statiker vor Ort
Der Eilbrief des Kultusministeriums landete vor wenigen Tagen auf den Schreibtischen aller Schulleiter. Darin die Bitte, sie mögen dafür Sorge tragen, dass die Sicherheit in den Sportstätten gewährleistet sei. Anlass war das schwere Unglück in Bad Reichenhall. Beim Einsturz der Eissportarena vor zwei Wochen kamen 15 Menschen ums Leben. Auf Grund des Schreibens werden nun in Stadt und Landkreis vor allem große Hallen mit Holzdachkonstruktionen überprüft.
FÜRTH Stadt und Land — Als Walter Nigmann die Fernsehbilder von der eingestürzten Eissporthalle in Bad Reichenhall sah, musste der Direktor unwillkürlich an seine Schule denken. „Aula und Turnhalle in Oberasbach sind nämlich mit den gleichen Leimholzbalken ausgestattet, mein erster Gedanke war daher: Unsere Dachkonstruktion muss unbedingt überprüft werden“, erinnert sich der Schulleiter. Ausnahmsweise war das Kultusministerium jedoch schneller. Vergangene Woche ging an sämtliche Schulen ein Schreiben heraus, man solle doch ähnlich beschaffene Bauten möglichst bald unter die Lupe nehmen.
Letzten Freitag hat nun ein Statiker, den das Landratsamt als Sachaufwandsträger bestellte, mit den ersten Untersuchungen begonnen. Der Sportunterricht für die Oberasbacher Gymnasiasten und für die Zirndorfer Realschüler, die die Vierfachturnhalle mitbenutzen, wurde abgesagt, der Experte nahm auf einem Gerüst die Holzbalken des Daches in Augenschein. Sichtkontrolle nennt dies Armin-Peter Eckert, Sachgebietsleiter für Gebäudewirtschaft im Landratsamt.
Achten auf den Klang
Der Statiker schaut sich die verleimten Balken, die zwischen 20 und 50 Zentimeter dick und einige Meter lang sein können, nicht nur genau an. Er klopft sie auch ab, um anhand des Klanges mögliche Schwachstellen herauszuhören. „Auf diese Weise kann man schon viel erkennen. Um ganz sicher zu gehen, werden noch punktuell Materialproben entnommen. Damit stellt man fest, ob Feuchtigkeit in die Holzbalken eingedrungen ist“, erklärt Eckert.
Auf der Prüfliste stehen noch das Langenzenner Gymnasium und die Zirndorfer Realschule. „Stein stellen wir hintenan, weil dort anders gebaut wurde“, erklärt Eckert. Übermorgen wird die Aula im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium gesperrt, damit der Experte auch dort die Holzbalken inspizieren kann, die sich weit unter der Decke spannen.
Nigmann ist froh, dass die Untersuchungen gemacht werden, obwohl das Turnhallendach erst vor wenigen Jahren erneuert wurde. „Man hat ein besseres Gefühl. Ich glaube, wenn nach dem schlimmen Unfall in Bad Reichenhall nichts unternommen worden wäre, hätte es sicherlich heftige Diskussionen gegeben.“ So aber reagierten Lehrer und Schüler sehr besonnen und verständnisvoll auf die angekündigten Untersuchungen. „Es geht ja nicht um Panikmache, sondern um die eigene Sicherheit“, erklärt der Direktor.
Sowohl Nigmann als auch Eckert ist jedoch klar: „Eine hundertprozentige Garantie kann niemand geben.“ Man dürfe aber nicht vergessen, dass in Fürth andere Witterungsverhältnisse herrschten, als in Bad Reichen- hall, betont der Gebäudewirtschaftsexperte.
„Schneemassen wie sie dort auf dem Dach der Eishalle lagerten, gibt es bei uns so gut wie nie“, ergänzt Eckert. Nigmann hofft dennoch, dass Gebäudeuntersuchungen dieser Art künftig regelmäßig stattfinden. Gesetzlich vorgeschrieben sind sie nämlich (noch) nicht. Nach Ansicht von Ralf Röder, Leiter des Fürther Hochbauamts, ist das aber nicht unbedingt nötig. „Wir machen immer wieder Begehungen in öffentlichen Gebäuden, dabei dokumentieren wir Mängel oder Schäden.“ Dennoch werden jetzt auch in Fürth die MTV- und die Pegnitzhalle sowie die Sportstätte an der Dr.-Mack-Straße von einem Statik-Büro auf ihre Sicherheit hin überprüft. Darüber hinaus hat die Stadt 30 Gebäude — vor allem Schulen und Kindertagesstätten — aufgelistet, die in den nächsten Wochen von Angestellten des Hochbauamts untersucht werden. Bezahlen müssen Stadt und Landkreis dies freilich aus den eigenen Etats. 300 000 Euro „Sicherheitspauschale“ hat die Fürther Bauunterhalt-Abteilung zur Verfügung. „Müssten wir so etwas regelmäßig machen, könnten wir uns das gar nicht leisten“, gibt Röder zu bedenken.
MARTINA HILDEBRAND
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vom 23.12.2005
Weihnachtsaktion 2005
Weihnachtsbraten am Tisch
Oberasbacher spenden für Obdachlose der Wärmestube
OBERASBACH (ts) — Auch wenn der eine oder andere einen kleinen Obolus verweigerte, ließ sich Peter Ohr von seinem Vorhaben nicht abbringen: Den Besuchern der Wärmestube Fürth wollte er ein Weihnachtsessen ermöglichen und machte sich daran, Spenden zu sammeln.
Über mehrere Wochen hinweg hat der Oberasbacher Freunde, Bekannte, aber auch Geschäftskunden um einen kleinen Beitrag gebeten. Schließlich hatte er den stattlichen Betrag von 1000 Euro zusammengebracht.
Mit Blaukraut und Kloß
Bereits zu Beginn des Jahres hatte ihm das Gastwirtsehepaar der St.- Johannes-Klause in Oberasbach, Michaela und Klaus Grabner, vom Erfolg des letztjährigen Essens erzählt. Spontan setzte sich der Ingenieur zum Ziel, in diesem Jahr in der Weihnachtszeit eine Neuauflage von Schweinebraten mit Blaukraut und Kloß für die Wärmestuben-Besucher zu ermöglichen.
Busunternehmer Werner Nickel stellte für die insgesamt 70 Gäste ein kostenloses Vehikel zur Verfügung. In der Küche des Gasthauses in Oberasbach zauberten dann Michael und Markus mit der Unterstützung von Wirtin Michaela Grabner den leckeren Schweinebraten samt seiner Zutaten.
Abwechslung geboten
Der Leiter der Wärmestube, Wolfgang Sperber, freute sich sehr über die Abwechslung für seine Klienten, da gerade in der Weihnachtszeit vielen bewusst wird, in welcher oftmals ausweglosen Situation sie sich doch befinden.
Erinnerungen an frühere, meist glücklichere Zeiten kämen hoch und steuerten ihren Teil zur wachsenden Mutlosigkeit bei, beschreibt der Sozialpädagoge die Lage besonders an den Festtagen. Umso besser, wenn sich dann eine Gelegenheit bietet, wenigsten für ein paar Stunden der Kälte der Straße zu entfliehen und sich dabei auch noch satt zu essen.

